sousou cissoko

Unsere Musik gehört der Welt.
Unsere Lieder reisen mit uns.
Sie haben weder Heimat noch Herkunftsland, ihr Heim liegt bei uns und in uns.

Wo wir unsere Musik bei uns haben, ist Zuhause, wo auch immer wir uns befinden.

Sousou war immer von Musik aller Genres umgeben. Mit einem Vater, der Berufsmusiker war und zwei musikalischen älteren Brüdern wuchs Sousou Cissoko (geb. Hagberth Gottlow) in einem Haus auf, in dem Musik allgegenwärtig war. In ihrem Haus gab es einen Musikraum, der voller Instrumente war, die man ausprobieren konnte und es war immer jemand da, der erklären konnte, wie man sie spielt.

Sousou sang von klein auf und fühlte sich immer stark zu Instrumenten hingezogen. Mit vier Jahren begann sie, Geige zu spielen und einige Jahre später folgten Klavier, Gitarre und Blockflöte. Als sie zehn Jahre alt war, arbeitete ihr Vater mit dem gambischen Koraspieler Alagi Mbye zusammen, der damals regelmäßig bei der Familie in Höör zu Gast war. Er erzählte Geschichten vom alten Reich der Mandinka und brachte ein faszinierendes Instrument mit – die Kora.

Sousou begann, auf diesem eigenartigen Instrument zu spielen, aber die Kora war wie kein anderes Instrument, das sie je ausprobiert hatte. Und zum erstenmal gab es niemanden in der Familie, der es ihr zeigen konnte! Von dem schönen Klang der Kora getrieben, reiste Sousou nach Gambia, um bei Alagi Mbye die Kora spielen zu lernen.

Es war eine persönliche Reise, auf der ich mir wirklich klarwerden mußte, was ich wollte, woher ich kam und wohin ich gehen wollte. Ich erkannte, daß ich meinem Herzen folgen mußte und daß die Reise das Ziel darstellte.

Traditionsgemäß ist es nur Männern aus Jali-Familien erlaubt, die Kora zu spielen. Alagi Mbye hatte jedoch die Ambition, das Instrument auch anderen zugänglich zu machen. Sousou reiste mehrmals nach Gambia und nahm intensiven Unterricht. Zwischen und nach diesen Aufenthalten gab Sousou Kora-Solokonzerte und studierte auch schwedische Volksmusik und Barockmusik.

In Gambia wurde ich oft gefragt, warum ich dort war, um die örtliche Kultur und Traditionen zu studieren. Manche fragten, ob ich denn keine eigene Traditionen hätte, die ich studieren könnte. Das ermutigte mich, auch mehr über schwedische Volksmusik zu lernen.

Zusammen mit Maher entwickelte sie ihr Koraspiel weiter und perfektionierte auch ihr Gitarrenspiel.

Mit Sousous herausragender Stimme bildete Gesang stets einen leuchtend-roten Faden durch ihren gesamten musikalischen Werdegang.